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TU Berlin

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Steffan Heuer

Lupe

ist brand eins-Korrespondent in Kalifornien. Er schreibt über Innovationen und die menschlichen Seiten neuer Technologien. Gemeinsam mit Pernille Tranberg hat eine Gebrauchsanleitung zur digitalen Selbstverteidigung verfasst: das Buch „Mich kriegt Ihr nicht“ ist im Murmann Verlag erschienen und enthüllt viele Details des täglichen Datenpreisgabe an unbekannte Firmen und Institutionen. Im letzten „Werkzeug“-Kapitel finden sich sehr konkrete Tipps und Tricks, diese Datenübertragung transparent zu machen und dagegen vorzubeugen.

In seinem Vortrag am 15.4. spricht er über

Verfolgungs-Wahn im Internet

Wer sich online bewegt, ist nie allein. Im doppelten Sinne.

Denn wenn wir das Leben um uns herum verfolgen wollen, nehmen wir in Kauf, dass wir selber auf Tipp und Click von (meist uns unbekannten) Dritten verfolgt werden. Eine normale, große Webseite ist durchschnittlich mit dem Tracking-Code von 75 Dritten gespickt.

Dieses Milliarden-Geschäft floriert weitgehend unkontrolliert. Während sich Firmen an Nutzerdaten bedienen und bei Problemen mauern, die Gesetzgeber nur langsam handeln und sich Länder über Standards streiten, sind Nutzer gefordert, selber zu handeln.

Digitale Selbstverteidigung bedeutet, entscheiden zu können, wer was wann und in welchem Kontext über mich weiß. DSD ist kein 100-prozentiger Schutz, aber sie kann uns helfen, schon heute datensparsamer zu sein. Sie besteht aus drei Komponenten: meine Daten zu verweigern, zu verschleiern und zu verschlüsseln.

Zum Glück gibt es immer mehr und immer leichter einzusetzende Werkzeuge, die diese drei Aufgaben erledigen. Vom Vorsichtsprinzip (“Erst denken, dann posten oder hosten.”) über Blocker für den Browser, ein VPN und E2E verschlüsselte Kommunikation bis zu Cloud-Speichern mit Zero Knowledge Privacy.

Es ist ein Wettlauf, der ständigen Einsatz und Nachrüsten erfordert. Nicht zuletzt, weil das Internet of Everything (IoE) neue Sicherheitslücken aufreißt und Regierungen aggressiver werden, was Überwachung und Zugriff auf Daten angeht. Die überfällige Gegenbewegung muss von Nutzern und Firmen ausgehen, die sich einer neuen Daten-Ethik verpflichtet fühlen.

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